Zum Kripplein Jesu

Foto: Ivonne Seeber
Zum Kripplein Jesu

Mitten im Ort befindet sich die Kirche "Zum Kripplein Jesu", die im Jahr 1811 erbaut worden ist. Sie ist ein verputztes Fachwerkhaus mit gelben Fassaden und weißen, stilisierten Ecksteinen. In der Mitte des Daches erhebt sich der Turm als Dachreiter mit seiner neuen Uhr, die 2011 angebracht wurde.



Adressdaten


  • Ortsstraße
    98630 Sülzdorf

Beschreibung


Betritt man die Kirche, so blickt man gegen Osten auf den Altartisch, darüber erhebt sich die Kanzel und wiederum darüber, auf der ganz umläufigen Empore steht die Orgel. Über 30 Jahre schwieg sie, doch dann geschah das Wunder: Am Reformationsfest 2022 konnte sie nach umfangreicher Sanierung wieder gespielt werden. Das wurde gebührend in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, in dem auch Superintendentin Beate Marwede, Bürgermeister Heiko Bartholomäus, sowie der Chef und Mitarbeiter der Orgelbaufirma Seifert aus Kevelar begrüßt werden konnten. Der Firmengründer Ernst Seifert stammte aus Sülzdorf und hatte im Jahr 1912 aus Verbundenheit zu seinem Heimatort der Kirche diese Orgel gestiftet. Nun hatte die 5. Generation es in die Hand genommen, das Instrument wieder zum Klingen zu bringen. Fast alle Anträge auf Fördermittel, die gestellt wurden, sind abgelehnt worden. Doch die Kirchgemeinde ließ sich nicht entmutigen und sammelte seit drei Jahren Spenden für das ehrgeizige Projekt. So war es ein bewegender Augenblick, als nach der Weihehandlung durch Pfarrer Lukas Rinecker die ersten Töne zu hören waren. Und die Gemeinde stimmte aus vollem Herzen in das Lied "Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten..." ein.

Die einfache Stuckdecke, die Wände, Säulen der Emporen und die Bänke, aber auch die Kanzel, der Altar, das Lesepult und das Taufgestell vermitteln den einheitlichen Stil des Klassizismus.

Nach der Innenrenovierung im Jahr 2005 leuchten die Farbtöne gelb, blau, braun und rot. Zu sehen sind Friese und Marmorierungen. An den Wänden stehen außerdem Bibelsprüche. Die beiden Fenster im Altarraum zeigen figürliche Darstellungen von Mose mit den Gesetzestafeln und Jesus Christus mit Kelch und Hostie als Zeichen für den alten und neuen Bund mit Gott.

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