Instrumente der Personalentwicklung

EKM von A bis Z

Starthilfen bei Übergängen
Der Übergang von der Ausbildungszeit in die erste Pfarrstelle oder der Stellenwechsel ist ein bedeutender Schritt in der Berufsbiographie. Es ist uns ein Anliegen, den Einstieg, Umstieg oder Übergang zu begleiten und erfolgreich zu gestalten. In den ersten Amts- bzw. Dienstjahren stehen Ihnen verbindliche Angebote und konkrete Ansprechpartner für die Gestaltung des Berufseinstieges zur Verfügung (vgl. FEA/ FED- Verordnungen). So bieten wir Seminare und Fort- und Weiterbildungsangebote an oder planen mit Ihnen gemeinsam ein auf Sie abgestimmtes Angebot.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen, wenn Sie einen Stellenwechsel planen oder gerade vollzogen haben, Unterstützung durch die Instrumente der Personalentwicklung bei Ihrer Einarbeitung an.

Gespräche
Sie selbst tragen Verantwortung für Ihren beruflichen Weg und für Ihre berufliche Entwicklung. Sie sind Subjekt Ihres Handelns. Dabei bieten wir Ihnen an. Sie in Veränderungs- und Orientierungsphasen beruflich zu unterstützen. Sie möchten sich beruflich weiterentwickeln, wissen aber noch nicht so recht, in welche Richtung? In dieser Situation können wir Ihnen im Gespräch Hilfestellung bieten: Ein analysierter Blick zurück auf Ihren bisherigen beruflichen Werdegang bietet erste Informationen. Anschließend erarbeiten wir mit Ihnen zusammen ein Interessen- und Kompetenzprofil. Auf dieser Grundlage prüfen wir gemeinsam mit Ihnen realistische Optionen. Eine solche Personalberatung erfolgt in erster Linie durch interne Fachkräfte, sie kann aber auch von externen Experten durchgeführt werden. Hierzu arbeiten wir mit kompetenten Fachkräften zusammen.

Qualifizierung
Wir sind davon überzeugt, dass regelmäßige berufliche Weiterqualifizierungen die Qualität Ihrer Arbeit wie auch Ihre eigene Berufszufriedenheit positiv beeinflussen. Aus diesem Grund ist „lebenslanges Lernen“ für uns ein zentrales Anliegen, dass wir durch ein breites Angebot an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen.
Solche Maßnahmen können notwendig sein. wenn sich Ihr Aufgabenfeld weiterentwickelt oder wenn sie mit veränderten Arbeitsanforderungen konfrontiert sind. Ebenso können die Maßnahmen dazu dienen, Sie auf zukünftige Veränderungen und Anforderungen vorzubereiten.
In Zusammenarbeit mit Ihren Vorgesetzten beraten und begleiten wir Sie in Ihren Qualifizierungsentscheidungen. Wir recherchieren für Sie auf dem Fort- und Weiterbildungsmarkt und vermitteln entsprechende Anbieter. Dabei stehen wir mit verschiedenen Partnern, wie dem PTI, dem Pastoralkolleg, dem Gemeindedienst oder dem Seelsorgeinstitut in Halle und Weimar und externen Partnern in engem Kontakt und können auch ganz individuelle Angebote entwickeln. Da nicht immer das passende Angebot für Ihre Situation gefunden werden kann, organisieren wir auch passgenaue interne Qualifizierungsmaßnahmen, sogenannte Inhouse-Seminare. Dies ist gebündelter Form, etwa von Organisationseinheiten, Teams oder Berufsgruppen angemeldet wird.

Mitarbeitendenjahresgespräch (MAJG)
Das Mitarbeitendenjahresgespräch ist ein wesentlicher Grundbaustein der Personalentwicklung in der EKM. Im Mitarbeitendenjahresgespräch betrachten Sie gemeinsam mit Ihrem bzw. Ihrer direkten Vorgesetzten unter Zuhilfenahme eines Gesprächsleitfadens Ihrer Zusammenarbeit und Ihrer Tätigkeitsfelder und Sie vereinbaren Jahresziele. In den Blick genommen werden auch die jeweiligen Individuellen Situationen und die Möglichkeit der Gesundheitsprävention und Salutogenese.

Dieser qualifizierte Austausch fördert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und macht die gegenseitigen Erwartungen transparent. Zugleich erhalten Sie Hinweise für Ihre eigene Entwicklung und können Ihre Ziele im Kontext der Ziele der Landeskirche und Ihres jeweiligen Aufgabenbereiches formulieren. Wir begleiten die Durchführung des Mitarbeitendenjahresgespräches durch unseren Gesprächsleitfaden sowie durch die Information, Qualifizierung und Beratung der Gesprächsbeteiligten. Die in den Mitarbeitendenjahresgesprächen gemeinsam erarbeiteten Förder-, Fortbildungs- und Versetzungswünsche werden in beidseitigem Einvernehmen an den Bereich Personaleinsatz und –Entwicklung weiter geleitet. Wir greifen diese Informationen auf und bemühen uns, sie mit Ihnen umzusetzen.

Mentoren- und Netzwerkprogramme
Mentoren- und Netzwerkprogramme setzen auf kollegialen Austausch und Vernetzung und bieten Ihnen damit verschiedene Möglichkeiten, Ihre berufliche Praxis zu reflektieren und neue Perspektiven und Sichtweisen zu entwickeln. Ein Mentorenprogramm kann hilfreich sein, wenn Sie eine neue Aufgabe übernehmen. Sie trete dazu für eine bestimmte Zeit mit KollegInnen in engeren Kontakt, der/die in diesem Bereich über einen Kompetenzvorsprung verfügt. Eine weitere Form der kollegialen Unterstützung ist die Netzwerkarbeit. Dabei treffen sich KollegInnen aus ähnlichen Arbeitsfeldern in kollegialen Gruppen, um sich Fragen des jeweiligen beruflichen Alltags auszutauschen und gegenseitig zu beraten. Mentoren- und Netzwerkprogramme sind hinsichtlich ihrer Lerngewinne im Sinne eines gezielten Wissensmanagement sehr erfolgreich. Es ist uns ein Anliegen, dieses Potenzial weiter auszuschöpfen und entsprechende Programme in ihrer Gründung und Durchführung zu unterstützen.

Supervision
Die Supervision ist ein wichtiges Unterstützungselement für die Mitarbeitenden unserer Landeskirche. Sie kann in verschiedenen Situationen und Berufsphasen in Anspruch genommen werden.

Wenn Sie beispielsweise vor Veränderungen in Ihrem Arbeitsfeld oder am Beginn einer neuen Tätigkeit stehen, kann es helfen. das eigene Tun mit Hilfe einer fachlichen Begleitung zu reflektieren. Ebenso kann es in Konfliktsituationen sinnvoll sein, durch die Supervision neue Perspektiven zu gewinnen und dadurch einen Konflikt zu lösen oder ihn vorzubeugen. Das Angebot der Supervision hilft Ihnen, Ihre beruflichen Möglichkeiten differenziert in den Blick zu nehmen. Dies kann, je nach Anlass, sowohl in einer Einzelsupervision als auch in einer Gruppensupervision geschehen. Hierzu steht Ihnen ein Team von internen und externen SupervisorInnen zur Verfügung. Unser Team berät Sie bei der Auswahl.

Coaching
Wenn Sie in einer Leitungssituation stehen, ist Coaching eine besonders gegenseitige Form der beruflichen Aufgaben- und Rollenberatung. Der Coach begleitet Sie ziel- oder lösungsorientiert unter besonderer Berücksichtigung Ihrer persönlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten. Aufgabe des Coaches ist es, die Ressourcen des Ratsuchenden anzuregen und mit Ihnen neue Wege und Möglichkeiten für die Realisierung eines Anliegens oder die Lösung eines Problems zu erarbeiten. Wir arbeiten sowohl mit internen Coaches als auch mit externen Coaches zusammen und beraten Sie gerne bei der Auswahl einer geeigneten Person.

Konfliktmanagement
Überall wo Menschen zusammen arbeiten kann es zu Meinungsverschiedenheiten und Konflikten kommen. Einige dieser Konflikte sind konstruktiv und können unter Umständen von außen gelöst werden. Wenn Sie jedoch merken, dass es in Ihrem beruflichen Alltag Konflikte gibt, die nicht auf diese Weise lösbar sind und Ihr berufliches Wirken in starkem Maße behindert, kann es sinnvoll sein, eine Unterstützung anzufragen. Wir bieten Ihnen in solchen Fällen Hilfestellungen an und versuchen mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten zu finden, wie der Konflikt (ausgeräumt oder) gelöst werden kann. Fachliche Unterstützung erhalten wir dabei von ausgebildeten internen und externen Fachleuten im Bereich der Mediation und Beratungsarbeit.

Gesundheitsförderung
Ihre Gesundheit ist ein hohes Gut. Daher sollte sie nur im privaten sondern auch im beruflichen Alltag geschützt und gepflegt werden. Natürlich sind Sie in hohem Maße selbst für Ihre Gesundheit verantwortlich, doch auch Ihrem Dienstgeber ist es ein wichtiges Anliegen, Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden zu schützen und zu erhalten. Wir verstehen Personalentwicklung so, dass sie den ganzen Menschen im Blick hat. Damit sehen wir es auch als unsere Aufgabe an, Angebote der Gesundheitsfürsorge in unserer Landeskirche zu entwickeln und zu etablieren. Wir beraten Sie gern zu den Angeboten einer Sabbatzeit bzw. der Prävention.

Kontaktsemester
Nach zehnjähriger Dienstzeit können PfarrerInnen und ordinierte GemeindepädagogInnen eine drei- bis viermonatige Studienzeit an einer Universität beantragen. Sie werden in diesem Zeitraum unter Fortzahlung der Bezüge freigestellt. Mit einem selbst gewählten Studienprogramm besuchen Sie die Vorlesungen und Seminare, frischen Ihre Kenntnisse auf und sind im Austausch mit der zukünftigen Generation der PfarrerInnen. Die Erweiterung des Formats Kontaktsemester durch den Schwerpunkt „Gesundheit/ Spiritualität“ ermöglichen es, sich in einem Zeitraum von drei bis vier Monaten intensiv mit Handlungs- und Orientierungsmustern zu beschäftigen, die der Prävention, Gesunderhaltung und der Pflege der eigenen Spiritualität dienen.

Spirituelle Bildung
Wir verstehen Bildung“ nicht als ein rein kognitives Geschehen, dass allein den Verstand anspricht. Ebenso bedeutsam ist die spirituelle Dimension. In enger Zusammenarbeit mit den geistlichen Zentren, wie z. B. das Haus der Stille, in unserer Landeskirche, Geistliche Begleitung, weiteren internen und externen Anbietern fördern wir daher Fort- und Weiterbildung im geistlichen Bereich. Daneben unterstützen wir Sie, wenn Sie an Rüstzeiten oder Einkehrtagen teilnehmen möchten und geben Hilfestellungen bei der Auswahl geeigneter Maßnahmen. Wenn Sie Interessen an einer Geistlichen Begleitung haben, bieten wir Ihnen unsere Unterstützung bei der Suche nach geeigneten BegleiterInnen an und vermitteln einen Kontakt zu den Geistlichen BegleiterInnen in unserer Landeskirche her.